Pi Radio Spezial: Freie Radioszene in Berlin

Happy Pi Day! Radio Pi feiert im Oktober seinen 20. Geburtstag. Mit dem Spezialprogramm 'Pi Day', dreht sich am Donnerstag, den 30. Juli 2015 von 19:00 bis 0:30 Uhr vieles rund um das Thema Freies Radio auf 88vier. 

Als Freies Radio aus Berlin, will Pi Radio Berliner Stimmen und ihre Musik in den Vordergrund stellen. Pi Radio existiert seit 1995, ist Mitglied im Bundesverband Freier Radios und sendet seit Mai 2010 auf 88vier als ein Projekt der Radiopiloten und der Brotfabrik. Dieses Jahr feiert das nicht-kommerzielle Radio seinen 20. Geburtstag und gleichzeitig sein fünftes Jubiläum auf 88vier. Am Donnerstag, den 30. Juli 2015 läuft das Spezialprogramm 'Pi Day' von 19:00 bis 0:30 Uhr und bietet einen vielfältigen Überblick über die Anfänge von Pi Radio, die Freie Radioszene und kreative Auseinandersetzungen rund um das Thema Radio.  

'Pi Day' Programmübersicht:

  • Interview, welches erstmalig in voller Länge zu hören sein, wird zwischen Pi Radio-Sendemacher Rolf Gänsrich und den zwei Organisatoren des Pi Radios
  • Archiv-Aufnahmen und passende Sendungen aus den Anfängen von Pi Radio
  • Piratenradios und illegale Radios in den 70er Jahren mit den Grundsätzen Offenheit, Gemeinnützigkeit, Transparenz, Lokalbezug und Desinteresse am Kommerz
  • als Forum für Selbstbestimmtheit als auch für Sichtweisen und Positionen von Regimekritikern in West- und Ostdeutschland
  • Darunter:Radio Dreyeckland, Radio Corax, Radio Z oder Pi Radio
  • Maximilian Netter hat Radiomacher von damals und heute gefragt, welche Alternative sie der etablierten Rundfunklandschaft entgegensetzen wollten und wollen
  • Das Hörspiel Radio Wars schildert den Kampf der freien Radioaktivistin Hildi um den Zugriff auf den elektromagnetischen Raum

Inhalt:

"Wir befinden uns im Jahre 2034: Die Netzneutralität wurde vor knapp 20 Jahren aufgegeben. Während bestimmte digitale Inhalte schnell verfügbar sind, wird der Zugang zu individuellem Content erschwert. Darunter leiden vor allem auch kleine digitale Rundfunkanstalten. Die Menschen verlieren die Verbindung zu ihren digitalen Lieblingsradiosendern, über welche sie bis dahin persönliche Hörbedürfnisse befriedigen und ästhetische Hörräume erweitern konnten. Die digitale Blase ist geplatzt.

Die Menschheit besinnt sich zurück auf althergebrachte Kommunikationstechnologien. Während der analoge Rundfunk mehr und mehr an Kapitalkraft gewinnt, verdrängen Radioinvestoren im Jahre 2033 die letzten freien Sender aus dem Hörraum. Dies bekommen auch Hildi und Gregor zu spüren, die Leiter des freien Senders Coconut Radio. Während ihres Kurzurlaubs in McPomm kündigte Investorradio den Zwischennutzungsvertrag über die Sendelizenz über die Frequenz 84,3 und deaktivierte die Antenne von Coconut Radio.

Welche Fragen stellen sich nun für den Plan, mit Hilfe neuer Sendungsmodelle, den Radioscape wieder zu demokratisieren? Doch das ambitionierte Projekt, den Frequenzraum vor Radioinvestoren zu retten, wird erschwert durch zwischenmenschliche Spannungen und Unstimmigkeiten bezüglich der Pläne für das analoge Zukunftsradio."

  • Die KulturWelle ist ein Magazin der studentischen Redaktion am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Sie schafft Wissen über Kultur zu wechselnden Themen. Heute: Vom rauschenden zum klingenden Äther – Eine praktische Radiogeschichte

Inhalt:

"Radio hören geht für die meisten so: Knopf drücken bzw. drehen und schon dudelt aus der kleinen Kiste, was der Äther so hergibt. Doch lange Zeit war man dankbar für jedes Klangfitzelchen - anfangs sogar jedes Knacken -, welches man übertragen konnte. Lange vergessen sind auch die Tage, in denen der Rundfunk als Massenmedium so neu war, dass viele Leute Visionen oder ganze Utopien mit seiner Verbreitung verknüpften, die bis zum Ringen um die Hoheit im Äther durch Piratenradios in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wirkten. In der sechsten Radiosendung der KulturWelle suchen wir nach den Geschichten, die das Radio selbst geschrieben hat. Von seiner Entdeckung und Entwicklung bis zu seiner Verbreitung und Wiederaneignung sind es immer Praktiker, keine Theoretiker, die das Medium vorangebracht haben. Guglielmo Marconi, Hans Bredow oder den Radiopiraten widmen wir Stationen auf unserem Parcour durch die Geschichte, bei der uns Prof. Christian Kassung begleitet. Er selbst ist als gelernter Physiker und enthusiastischer Hobbybastler ein weiterer Praktiker in unserer Reihe, der aber auch über die Technik hinaus Radiogeschichte in einen breiteren Kontext stellt."

  • Diskussionsrunde über Freies Radio in Berlin

Sendezeiten: Donnerstag, 30. Juli 2015 von 19:00 bis 0:30 Uhr

Pi Radio - Pi Day

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